Marc Wagner, New Worker

Es ist schon ein wenig her, ich glaube mittlerweile fast 5 Jahre, als ich im Führungskräfte Magazin den Fachartikel „management by surfing around“ veröffentlichte.

Das sich daraus ein Kontakt ergeben sollte, mit dem ich bis heute schon diverse Projkte umgesetzt habe, hätte ich auch nicht gedacht. Mich freut es persönlich sehr, dass ich Marc, wenn ich ihm heute begegne, immer noch so neugierig erleben darf wie damals.

Vermutlich klappt es deswegen auch so gut mit der gegenseitigen Inspiration. Wer Marc kennenlernen möchte, sollte sich mit ihm auf LinkedIn vernetzen oder beim #InspirationDay vorbeischauen. Da ist Detecon, wo Marc Managing Partner ist, auch dieses Jahr wieder Partner und Inspirator.

1. Was inspiriert dich

Für mich gibt es ganz unterschiedliche Quellen der Inspiration. Dies sind erst einmal insbesondere spannende Menschen, die entweder durch Ihre Erfahrungen oder Stories inspirieren oder durch die Art wie sie auftreten und mit anderen Menschen umgehen. Sehr häufig sind bzw. waren dies in der Vergangenheit insbesondere junge Menschen, die mit ganz frischen Ideen an Herausforderungen herangegangen sind und plötzlich mit einer Lösung um die Ecke gekommen sind, mit der ich niemals gerechnet hätte. Eine ganz tolle Erfahrung ist zudem die regelmäßige Zusammenarbeit mit Künstlern, was durch unsere Kooperationspartner von Orange Council ermöglicht wird.

Viele der New Work Projekte, die wir gemeinsam mit Künstlerteams durchgeführt haben waren eine kontinuierliche Inspirationsquelle im Sinne von:

Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und unglaublich pragmatische Lösungen herbeizuführen.

Das kann ich nur Jedem empfehlen. Eine weitere Inspirationsquelle sind für mich Bücher (mal physisch, mal als Audible oder Kindle). Ich habe noch nie so viel gelesen wie in den letzten 2 Jahren – was für mich ganz wesentliche Impulse und Inspirationen in Richtung meiner Arbeit als auch Themen wie z.B. Mindfulness vermittelt hat. Beeindruckt haben mich hier z.B. die unglaublich präzise Darstellung der Paradigmen des digitalen Zeitalters „Second Maschine Age“, eine Betrachtung der nahen Zukunft durch meinen Lieblingsphysiker Michio Kaku in „Physics of the Future“ oder die tolle und leicht zugängliche Entschlüsselung des menschlichen Gehirns in „The Brain“. Inspirierend waren definitiv auch die Biographien von Elon Musk, Steve Jobs und Jack Ma.
Eine große Auswirkung auf die Inspiration hat zudem das jeweilige Umfeld – ein Grund dafür, dass mein Team und ich uns im Rahmen von New Work intensiv mit Fragen der Gestaltung des Arbeitsumfeldes beschäftigen. In vielen Unternehmen ist dies bisher noch völlig unterbelichtet und es geht enorm viel Kreativitäts- und Inspirationspotenzial für die Mitarbeiter verloren

(so sagen z.B. nur 6,5% der Befragten einer Studie aus, dass Sie am Arbeitsplatz kreativ sein können. Was für eine Verschwendung!).

Und um das Ganze noch abzuschließen: eine ganz wesentliche Quelle für Inspirationen ist dann natürlich noch mein privates Umfeld – meine Frau und meine Kinder überraschen und inspirieren mich täglich.

2. Was bedeutet für dich Inspiration?

Für mich ist Inspiration eine Grundvoraussetzung dafür, kreativ sein zu können und damit auch Grundlage für Innovationen und Fortschritt. Inspiration kommt dabei für mich häufig eher durch zufällige oder überraschende Ereignisse, Gespräche oder z.B. auch bisher nicht bekannte Informationen, die sich plötzlich neu zusammenfügen und etwas völlig Neuartiges ergeben. Inspiration braucht aus meiner Sicht ausreichende Impulse – sei es durch Interaktionen mit anderen Menschen, ein inspirierendes Umfeld oder überraschende Informationen.

Für mich persönlich ist Inspiration ein ganz wesentlicher Antrieb für mein Leben und Arbeiten – nicht zuletzt, da ich mich in meinem aktuellen Job intensiv mit Themen wie Innovationskultur, New Work und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle beschäftige.

3. Welches Thema treibt dich besonders an?

Aktuell treibt mich insbesondere die Frage an: „Wie können es insbesondere große, deutsche Unternehmen schaffen, im digitalen Zeitalter die Poleposition zu erlangen?“ Unter dem Stichwort „Company ReBuilding“ haben wir hier einen entsprechenden Ansatz entwickelt, der Unternehmen eine agile und kundenzentrierte Struktur ermöglicht und dabei gleichzeitig die Vorteile eines großen Unternehmens zu nutzen. Inspiration für diesen Ansatz bildeten dabei diverse, erfolgreiche Unternehmensbeispiele – insbesondere auch aus China.

Ein weiteres wesentliches Thema in diesem Kontext ist die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Gestaltung von Arbeit hat oder auch Neudeutsch „New Work“. In den letzten 5 Jahren haben wir hier zahllose Projekte durchführen können und New Work zudem intensiv „am eigenen Leibe“ verspüren dürfen – mit enorm positiven Ergebnissen. Und auch hier spielt das Thema Inspiration und Kreativität wieder eine wesentliche Rolle, geht es doch bei Geschäftsmodellen und Arbeit der Zukunft insbesondere darum genau dies zu fördern, um letztlich ausreichend innovativ bleiben zu können. Denn im digitalen Zeitalter gilt: „The winner takes it all“. Und der Gewinner ist definitiv der mit den kreativsten Mitarbeitern.

4. Welche Inhalte sollte man konsumieren, um in das Thema einzutauchen?

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Am Ende zählt auch hier: Probieren geht über Studieren. Neben diversen Veröffentlichungen rund um Neuroscience oder Bücher wie z.B. „The Brain“ empfiehlt es sich aus meiner Sicht, ausreichend Zeit für das Thema „Inspiration“ zu reservieren. Wir führen z.B. in unserem Team regelmäßig Interviews mit spannenden Interviewpartnern durch, veranstalten diverse Learning Journeys zu spannenden Locations oder Unternehmen oder besuchen regelmäßig Barcamps oder andere Veranstaltungen. Eine weitere tolle Quelle sind zudem Auslandsbesuche – so fahre ich 1x pro Jahr mit einer Familie für mind. 4 Wochen nach China, was für mich eine ganz wesentliche Inspirationsquelle darstellt.
Zudem führen wir zu unseren Learning Journeys in Deutschland regelmäßig auch Touren an unserem San Francisco Standort durch. Letztlich gilt es allerdings, hier das individuell optimale Programm zu finden. Wichtig ist lediglich: Ernsthaftigkeit und ausreichend Zeit für das Thema „Inspiration“ reservieren. Es lohnt sich!

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Neugierig, Unternehmerisch, Netzwerker

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